Ein Klassenzimmer für Kairiri

Ein Klassenzimmer für Kairiri

Der Kindergarten in Kairiri wird aktuell täglich von über 40 Kindern besucht. Wir haben diesen als eine Bildungseinrichtung kennengelernt, die für Kinder zwischen 1 und 6 Jahren vorgesehen ist. Sie werden täglich zwischen 7 und 16 Uhr von einer Lehrkraft unterrichtet und betreut. In Kenia ist der Besuch eines Kindergartens als Vorschule verpflichtend für die Einschulung in die Primary School und nimmt deshalb einen hohen Stellenwert für die Familien auch in Kairiri ein. Da es in unmittelbarer Nähe keinen weiteren Kindergarten gibt, sind die Bewohner*innen von Kairiri auf die dorfeigene Bildungsstätte angewiesen. Auf dem Gelände des Kairiri-Kindergartens befinden sich ein altes Gebäude, welches als Klassenzimmer genutzt wird, ein weiteres Gebäude, das ursprünglich als Küche genutzt wurde und zwei kleine Toilettenhäuschen, in denen sich Plumpsklos befinden. Alle 38 Kinder werden in dem einen Klassenzimmer beschult. Dies gestaltet sich äußerst schwierig, da der enge und dunkle Raum eine konzentrierte Lernatmosphäre schier unmöglich macht. An den vier Tischen sitzen jeweils ca. 10 Kinder unterschiedlichen Alters. Die kleinen Regale in den Ecken des Zimmers sind vollgepackt mit Unterrichtsmaterialien – weiteren Stauraum gibt es derzeit nicht. Es ist laut, stickig und durch die kleinen Fenster kommt nur wenig Licht ins Innere. Während der Regenzeit ist der Unterricht kaum möglich. Das undichte, kaputte Dach hält den Regen nicht ab und der oft sehr kalte Wind zieht durch die Löcher in den Wänden. Das desolate Küchengebäude kann aufgrund seines Zustandes nicht mehr genutzt werden und liegt brach. Auch auf dem zugehörigen Gelände befindet sich, bis auf eine neu gebaute Schaukel, kaum etwas, das für Kinder in besagtem Altern attraktiv wäre. In den Zeiten, die sie außerhalb des Gebäudes verbringen, beschäftigen sich die Kinder mit mitgebrachten Fahrradreifen oder selbstgemachten Spielzeugen; einige liegen in der Wiese und ruhen sich aus. Wenn es zu regnen beginnt, was in dieser Region häufiger vorkommt, rennen alle Kinder in das kleine Kindergartengebäude. Dort ist dann weder Platz zum Spielen, noch um sich auszuruhen.

Nach intensivem Austausch über die Bedingungen und Probleme im Kindergarten von Kairiri ist bei der letzten Studierendenexkursion im Herbst 2017 gemeinsam mit der CBO die Idee einstanden, die Lernbedingungen der Kinder durch den Bau eines neuen Gebäudes zu erweitern und zu verbessern. Dadurch sollen die generellen Lebensbedingungen der Kinder verbessert werden. Unser Projektvorhaben bedeutet deshalb einen großen Gewinn für die Kinder, ihre Eltern und die gesamte Dorfgemeinschaft und dient der Veränderung einer jedem Besucher sofort ersichtlich werdenden unzumutbaren Situation.