Treffpunkt Kidico

Eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung ist Grundvoraussetzung zum Lernen und für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Allerdings haben nicht alle Kinder das Glück immer ausreichendes und ausgewogenes Essen zu bekommen. So geht es auch vielen Kindern im kenianischen Timau.

In Gesprächen zwischen CMK und den Lehrkräften des Timauer Kindergartens, dem Elternkomitee und der verantwortlichen Köchin hat sich herausgestellt, dass die Küchenbedingungen des Kindergartens verbessert werden sollten.

Derzeitige Situation

Heute dient eine Holzhütte als Küche, in welcher über offenem Feuer gekocht wird. Es ist dunkel, beengt und die Rauchentwicklung ist auf längere Sicht gesundheitsschädigend. Die Küchenausstattung ist schlecht, es gibt wenige Variationsmöglichkeiten bei den Gerichten.

Täglich sind über 40 Kinder zwischen zwei und fünf Jahren von 9 bis 15 Uhr im Kindergarten. Aufgrund der langen Betreuungszeit bietet der Kindergarten ein sogenanntes „Feeding Programm“. Derzeit essen Kinder und Lehrkräfte täglich im Freien auf dem Boden, auch in der Regenzeit. Ist das Wetter besonders schlecht, wird auf die Klassenzimmer ausgewichen. Dies wiederum stört die Unterrichtsbelegung der Räume.

Nachdem wir im Sommer 2021 das Kindergarten-Gebäude fertiggestellt haben, ist in weiterer Ausarbeitung mit unseren Projektpartner*innen vor Ort die Kidico-Idee entstanden.

Kidico ist nicht einfach ein Kunstwort, sondern steht für „Kitchen, Dining and Conference Hall“.

Mehr als nur ein Speisesaal

Durch den Bau einer neuen Küche und eines Speisesaals wird ein wichtiger Beitrag zur Versorgung der Kinder und somit zur Verringerung von Bildungsungleichheiten geleistet. Das Gebäude soll den Kindern einen sicheren, trockenen und geräumigen Raum für gemeinsame Mahlzeiten bieten.

Zusätzlich werden die Arbeitsbedingungen der Köch*innen stark verbessert. Das Gebäude ermöglicht den Lehrkräften, die Kinder in die Küchenarbeiten einzubinden, wodurch sie Wissen und Fähigkeiten zum Zubereiten von Lebensmittel erlernen können.

Der vorgesehene Projektplan sieht zusätzlich einen trockenen Lagerraum vor. Hier können selbst angebaute Lebensmittel gelagert, Vorräte angelegt und vor der Verschmutzung durch Tiere und Wetter geschützt werden. Langfristig ist so eine nachhaltigere und ausgewogenere Ernährung möglich.

Angedacht ist außerdem, das Gebäude zukünftig als Conference Hall für die ansässige community-based organisation zu nutzen. So entsteht ein Ort für demokratie- und erwachsenenbildende Prozesse im Gemeinwesen.